Thomas Putze – Hals über Kopf

27.09.2013 – 15.03.2014

Mit unvoreingenommenem Blick erfasst Thomas Putze die gestalterischen Möglichkeiten der vorgefundenen Alltags-Materialien. Er schafft neue Zusammenhänge und Funktionen, ohne die ursprünglichen zu verbergen. Genauso arbeitet er mit dem Werkstoff Holz, dem man auch bei der fertigen Arbeit seine Herkunft und seine spröde Materialität ansieht – etwa, wenn er Bauholz verwendet. Es ist ein Sich-Anpassen an das Vorgefundene, ein Erspüren der Möglichkeiten, ein Sich-Zurücknehmen als Gestalter. In dieser Beziehung ist Putzes Kunst mit der arte povera und zeitgenössischer junk art verwandt. Auch Picasso, der in kargen Kriegszeiten aus Alltagsgegenständen Assemblagen wie den Stierkopf oder den Mann mit Ziege fertigte, gehört in diese Ahnenreihe. „Ich bin der Meinung, dass ein Kunstwerk wirklicher ist, wenn es aus Teilen der wirklichen Welt gemacht ist.“ So formulierte es Robert Rauschenberg, so könnte man es auch für Thomas sagen.