Anne Carnein, Rómulo Celdrán, Anja Michaela Kretz, Volker März, Maria und Natalia Petschatnikov, François R. du Plessis, Thomas Putze, Lars Teichmann, Sibylle Waldhausen, Detlef Waschkau – Danke für die Blumen
29.05. – 06.09.2026
Zurück zur ÜbersichtDanke für die Blumen. Gruppenausstellung in der Stern-Wywiol Galerie
Zehn zeitgenössische Künstler:innen zeigen Werke zu einem Thema: Blumen. Ausstellung vom 29.5. – 6.9.2026, Vernissage am 28.5.2026 18:00 Uhr
Die neue Ausstellung der Stern-Wywiol Galerie präsentiert zehn verschiedene Möglichkeiten, Blumen darzustellen. Von hyperrealistisch bis abstrakt, von klassischer Ölmalerei bis Junk Art zeigen zehn Künstler:innen der Galerie die Bandbreite der zeitgenössischen Kunst. Die Beschränkung auf ein Motiv schärft den Blick für das Besondere wie das Verbindende der einzelnen Positionen. Gemeinsam bilden sie ein ebenso überraschendes wie kurzweiliges Panorama aktueller künstlerischer Strategien.
Teilnehmende Künstler:innen:
Anne Carnein, *1982 in Rostock, lebt in Kißlegg
Anne Carnein schafft filigrane Blumenobjekte aus textilen Materialien. Bei aller Zartheit haben sie eine intensive sinnliche Präsenz und entfalten eine stille Poesie. Von der Blüte bis zur Wurzel zeigt die Künstlerin stets alle Teile der Pflanze und lenkt so unseren Blick auf das Verborgene der (pflanzlichen) Welt. Die Künstlerin nutzt traditionelle Handwerksmaterialien und schenkt so unserer digitalisierten Welt Stofflichkeit und haptische Verführung.
Rómulo Celdrán, *1974 in Madrid, lebt in Berlin
Rómulo Celdrán arbeitet gattungsübergreifend als Hyperrealist. ARA eine Serie digitaler Drucke von Blüten-Motiven aus der Gemäldereihe Blossoming. Die Blüten sind mit Blattgold unterlegt und erhalten so eine spirituelle Anmutung. Sie erinnern an traditionelle Heiligendarstellungen, verbinden die Kunstgeschichte mit der Gegenwart und verschmelzen alte Techniken der Kunst mit modernsten Druckverfahren.
Anja Michaela Kretz, *1966 in Koblenz, lebt in Baden-Baden
Die Konzeptkünstlerin Anja Michaela Kretz richtet ihren Blick nach innen und gewährt dem Betrachter Einblicke ins Verborgene. Die monumentale Arbeit Opsida weckt durch ihre vielen Grüntöne und die unebene Oberfläche Assoziationen zur Pflanzenwelt. Die Beschaffenheit des Materials und die Technik seiner Verarbeitung tragen wesentlich zur Aussage des Kunstwerks bei – typisch für das Werk der Künstlerin.
Volker März, geboren 1957 in Mannheim, lebt und arbeitet in Berlin
Als politisch denkender Künstler breitet Volker März seine Reflexionen in einem erzählerischen Rahmen aus und verwebt seine vielfältigen gesellschaftlichen Themen unlöslich miteinander. In der Werkserie ICH SEE / WIR SEEN zeigt Volker März das Sehen als Metapher für Verstehen und Erkenntnis. Der Künstler hält uns vielfältige Blüten des Erkennens entgegen – jede für sich eine eigene Wahrheit, schön und individuell.
Maria und Natalia Petschatnikov, * 1973 Leningrad, leben in Berlin
Die Konzeptkünstlerinnen Maria und Natalia Petschatnikov malen, zeichnen und formen in unterschiedlichen Techniken und Stilen Dinge und Situationen aus unserer alltäglichen Lebenswelt. Die großformatige Ölskizze DAISIES kommt wie eine Tapisserie daher und zeigt ein denkbar einfaches Motiv: Gänseblümchen. Die flüchtige Malweise bildet einen auffälligen Kontrast zur monumentalen Präsentation und wird zur Metapher für eine verborgene Schönheit im Gewöhnlichen – ein Appell, das Alltägliche mit neuer Aufmerksamkeit zu betrachten.
François du Plessis, *1961 in Simbabwe, aufgewachsen in Südafrika, lebt in Aachen
Der erste Blick auf die Arbeiten von François du Plessis fasziniert und irritiert zugleich. Vielfarbige Strukturen, Oberflächen wie Stein, Maserungen wie Jahresringe – vielfältige Assoziationen eröffnen sich, doch das Material bleibt zunächst rätselhaft. Erst beim zweiten Hinsehen wird klar, dass alle Werke aus Büchern bestehen: Buchseiten, Buchdeckel, Buchrücken, Lesezeichen. Die organischen Formen wecken Assoziationen an Flora und mikroskopische Strukturen – eine Anspielung auf den Kreislauf des Buches, das aus Holz entsteht.
Thomas Putze, *1968 in Augsburg, lebt in Stuttgart
Thomas Putze verarbeitet industriell gefertigte Relikte unserer Zivilisation und Holzabfälle. In diesen unscheinbaren Materialien entdeckt er verborgene Formen. So entstehen hybride Wesen aus Holz und zivilisatorischem Abfall: Tiere, Menschen oder die eigens für die Ausstellung geschaffenen Blumen. JunkArt fungiert hier als ein künstlerisches Ökosystem, das vermeintlichen Abfall in neues Leben verwandelt – eine kraftvolle Metapher für Kreislaufwirtschaft und einen respektvollen Umgang mit der Umwelt.
Lars Teichmann, *1980 in Burgstädt, lebt in Berlin.
Lars Teichmanns Werk hat eine unverwechselbare Bildsprache. Sie ist geprägt von einem selbstbewussten, pastosen Malgestus und einer kritischen Reflexion der klassischen Kunstgeschichte. In seinen Blumenstilleben interpretiert er traditionelle Kompositionen neu. Die Blüten werden zu abstrakten plastischen Farbreliefs und verbinden sich erst in der Gesamtschau zu einem Strauß.
Sibylle Waldhausen, *1963 Berlin, lebt in Berlin
Sibylle Waldhausens Fokus liegt auf der menschlichen Figur. In präziser Beobachtung destilliert sie die zentralen Elemente unserer Körpersprache und überführt sie in Archetypen der menschlichen Natur. Ihre Formen sind fein gezeichnet, überlängt, zugleich individuell und überpersönlich. Oft gibt sie ihren Figuren einzelne tierische Attribute und betont damit inhaltliche Aspekte. So hat die Figur SOMMER Libellenflügel und erhält damit eine Leichtigkeit und Freiheit, die wir mit der warmen Jahreszeit assoziieren.
Detlef Waschkau, *1961 in Hannover, lebt in Berlin
Im Raster der farbigen Holzreliefs von Detlef Waschkau vermischen sich leuchtende abstrakte Farbflächen mit messerscharf Konturen gegenständlicher Formen. Die Information der puren Farbe ist hier genauso relevant für uns wie die realistische Zeichnung der Blüten. Denn subjektive und objektive Wahrnehmung bestimmen gleichermaßen unser Bild der Welt. Und: Direkt vor den Reliefs stehend, können wir das Wachsen der Blumen aus dem Material ganz konkret nachverfolgen und können teilhaben am künstlerischen Prozess, der sonst im Atelier verborgen ist.
Danke für die Blumen
Anne Carnein, Rómulo Celdrán, Anja Michaela Kretz, Volker März, Maria und Natalia Petschatnikov, François du Plessis, Thomas Putze, Lars Teichmann, Detlef Waschkau, Sibylle Waldhausen
Ausstellung vom 29.05. – 06.09.2026, Vernissage am 28.5.2026 18:00 Uhr
DI – FR 10 – 18 Uhr, SA 12 – 16 Uhr
Stern-Wywiol Galerie
An der Alster 81
20099 Hamburg, Germany
040 284 039 901
art@stern-wywiol-galerie.de
IHRE ANSPRECHPARTNERINNEN:
Christina Dickel M.A.
cdickel@stern-wywiol-galerie.de
Tel.: 040 / 284 039 900
Dr. Kathrin Reeckmann
kreeckmann@stern-wywiol-galerie.de
Tel.: 040 / 284 039 901
Über die Stern-Wywiol Galerie:
Die Stern-Wywiol Galerie wurde 2012 gegründet. In bester Lage an der Außenalster in Hamburg zeigen wir zeitgenössische Kunst von etablierten wie auch von jungen Künstler:innen. Unser Fokus liegt auf der Skulptur und wir sind stolz darauf, unserem Publikum ein breites Spektrum dieser so vielseitigen Kunstgattung zu präsentieren. Ausgewählte Positionen der Malerei ergänzen zunehmend das Programm.
Die Galerie ist Mitglied der Stern-Wywiol Gruppe und steht gemeinsam mit dem MehlWeltenMuseum für das kulturelle Engagement des Unternehmens. CEO Torsten Wywiol führt das weltweit tätige Familienunternehmen in zweiter Generation. Die Gruppe entwickelt innovative funktionale Ingredients für Lebensmittel, Nahrungsergänzung, Tiernahrung und Kosmetik.
Die neue Ausstellung der Stern-Wywiol Galerie präsentiert zehn verschiedene Möglichkeiten, Blumen darzustellen. Von hyperrealistisch bis abstrakt, von klassischer Ölmalerei bis Junk Art zeigen zehn Künstler:innen der Galerie die Bandbreite der zeitgenössischen Kunst. Die Beschränkung auf ein Motiv schärft den Blick für das Besondere wie das Verbindende der einzelnen Positionen. Gemeinsam bilden sie ein ebenso überraschendes wie kurzweiliges Panorama aktueller künstlerischer Strategien.
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